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Vučić: "Serbien wird eine Säule der Stabilität"

Der Standard - Vučić: "Serbien wird eine Säule der Stabilität"

 
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APA0402 5 AI 0267 WA Siehe APA0258/04.06 Mi, 04.Jun 2014

CEE/Wahlen/Parlamentswahlen/Int. Beziehungen/Wien/Serbien


Serbiens Premier fordert Kosovo-Serben zur Wahlbeteiligung auf

Utl.: Vucic gab ihn Wien klare Wahlempfehlung ab

Wien/Belgrad/Pristina (Prishtina) (APA) - Der serbische Ministerpräsident Aleksandar Vucic hat die serbische Minderheit im Kosovo klar zur Teilnahme an der Parlamentswahl am kommenden Sonntag aufgefordert. "Die beste mögliche Entscheidung für die serbische Bevölkerung wird es sein, an der Wahl teilzunehmen", erklärte Vucic am Mittwoch bei einem Treffen mit Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) in Wien.

Eine derart klare Empfehlung an die serbische Bevölkerung im Nachbarland hatte es bisher vonseiten der serbischen Regierung nicht gegeben. Die Bürgermeister der vier mehrheitlich serbischen Gemeinden im Nordkosovo hatten vergangene Woche mit Wahlboykott gedroht, weil das Kosovo-Staatswappen auf den Wahlzetteln abgebildet ist.

"Wir hatten viele Schwierigkeiten über einige dumme Dinge, denen wir begegnet sind, aber ich glaube trotzdem, dass die beste mögliche Entscheidung für die serbische Bevölkerung sein wird, an der Wahl teilzunehmen", so Vucic nun in Wien. Bei seinem ersten offiziellen Besuch in Wien dankte der neue serbische Premier erneut Österreich und speziell Kurz für die Unterstützung bei der EU-Annäherung seines Landes. Ziel sei es mehr Investitionen aus Österreich nach Serbien zu bringen und durch weitere Reformen eine investitionsfreundlicheres Klima zu schaffen

Kurz lobte den serbischen Regierungschef als "Vorbild, was Reformen betrifft". Der hervorragende Wahlerfolg von Vucic sei eine gute Bestätigung dafür, dass die serbische Bevölkerung den Reformkurs mittrage, so Kurz.

Im Anschluss an das Treffen mit dem Außenminister nahm Vucic am Mittwoch an einem Businessforum des Senats der Wirtschaft teil. Danach trifft der serbische Premier außerdem Bundespräsident Heinz Fischer.


 
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APA0258 5 AI 0447 CA Siehe APA0135/04.06 Mi, 04.Jun 2014

EU/CEE/Militärintervention/Regierungspolitik/Diplomatie/Wien/Serbien


Vucic: Serbien tritt für territoriale Integrität der Ukraine ein

Utl.: Serbischer Premier bedankte sich in Wien für Unterstützung
Österreichs bei Hochwasser und EU-Beitritt

Wien/Belgrad (APA) - Serbien ist in der Frage der Ukraine-Krise weiter zwischen der EU und Russland gespalten. "Serbien ist sehr nah an der EU-Position," betonte der neue serbische Premier Aleksandar Vucic am Mittwoch bei einem Treffen mit Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) in Wien, schränkte aber zugleich erneut ein, dass Belgrad die Sanktionen gegen Russland nicht unterstützen könne.

"Wir unterstützen die territoriale Integrität der Ukraine, das haben wir sehr klar gesagt," so Vucic bei seinem ersten offiziellen Besuch in Österreich seit seinem Amtsantritt im April. "Der einzige kleine Unterschied ist, dass wir die Sanktionen gegen Russland nicht unterstützt haben," erklärte der serbische Regierungschef. Serbien habe dafür viele politische und wirtschaftliche Gründe. "Wir werden immer unser Bestes tun, um mit unseren europäischen Partner auszukommen", betonte er.

Auf die Frage ob Serbien seine Position in Zukunft ändern könnte, meinte Vucic: "Die Zukunft wird zeigen was passiert, aber ich denke, dass es eine sehr klare Botschaft und Position war. Das war das was Serbien tun konnte." Der EU-Beitrittskandidat Serbien habe sich den EU-Sanktionen gegen Russland nicht angeschlossen und bemüht sich wegen seiner engen Freundschaft zu Moskau "neutral" zu bleiben.

Serbien habe nur einen Weg und der führe in die EU, betonte Vucic. Sein Land werde alles tun, um die nötigen wirtschaftlichen und politische Reformen umzusetzen, um bis 2019 bereit für einen EU-Beitritt zu sein, versprach er. "Wir hoffen auf weitere Unterstützung Österreichs in den kommenden vier bis fünf Jahren, dann hoffen wir imstande zu sein ohne Hilfe der EU beizutreten", so Vucic.

Spindelegger versprach Serbien mehr Unterstützung, um österreichische Investoren nach Serbien zu bringen. "Serbien braucht mehr Investitionen, mehr Arbeitsplätze und das ist auch gut für Österreich."

Vucic, der seinen ursprünglich für Mitte Mai geplanten Österreich-Besuch wegen der Hochwasserkatastrophe in Serbien verschoben hatte, bedankte sich erneut für die Hilfe aus Österreich bei der Flut und bat um weitere internationale Hilfe: "Wir werden es nicht alleine schaffen, wir brauchen die europäische und österreichische Unterstützung". Wie viel Hilfe genau noch nötig sei, könne er noch nicht sagen, erklärte Vucic. "Nun müsse wir zunächst gemeinsam mit UNO, EU und Weltbank den Schaden genau beziffern, wir wollen ehrlich sein und nicht schummeln und den Schaden übertreiben."

Auf dem Programm des eintägigen Besuchs des serbischen Premier, der gemeinsam mit Serbiens Finanzminister Lazar Krstic anreiste, stand am Mittwoch außerdem ein informelles Treffen mit Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) sowie ein Besuch bei Bundespräsident Heinz Fischer. Am Nachmittag nehmen Vucic und Krstic zudem an einem Businessforum des Senats der Wirtschaft teil.

 


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